Mittwoch, 28. Januar 2015

Scotland Street - Sinnliches Versprechen von Samantha Young















Inhalt:

„Nicht schon wieder ein Bad Boy!“ Als Shannon MacLeod zum ersten Mal Cole Walker sieht, weiß sie, dass Ärger in der Luft liegt. Cole ist an beiden Armen tätowiert, extrem selbstbewusst und heiß wie die Hölle. Und was noch schlimmer ist: Er ist ihr neuer Boss. Dabei sollte der Job als Assistentin der Anfang eines neuen Lebens werden. Ein Leben ohne Bad Boys, ohne Schmerz, ohne bittere Enttäuschung. Shannon zeigt ihm die kalte Schulter. Womit sie nicht gerechnet hat, ist ein Mann, der es ernst mit ihr meint. Und der es hasst, wenn man ihm mit falschen Vorurteilen begegnet. Wird Cole ihr trotzdem eine Chance geben?
(Klappentext)


Beurteilung:

Mit „Scotland Street“ setzt Samantha Young erfolgreich ihre Edingburgh-Love-Stories fort. Es handelt sich hierbei um das 7. Buch der Reihe, wenn man die zwei Novellen mitzählt, die als eBook erschienen sind.

Auch hier überzeugt die Autorin mit ihrer Begabung anhand von Worten ihren Leser in den Bann zu ziehen und in die Welt des Carmichael-Clark-Sutherland-MacCabe-Sawyer-Walker-Clans zu entführen.

Begünstigt wird dies durch einen flüssigen Schreibstil und der verwendeten Ich-Erzählperspektive, wodurch uns die Hauptprotagonistin Shannon von Beginn an an ihren Ängsten, Selbstzweifeln und Hoffnungen, aber auch an ihrer traumatischen Vergangenheit teilnehmen lässt.

Die Geschichte um Shannon, ihrer Vergangenheit, aber auch ihrer Gegenwart setzt die Autorin sehr gelungen in Szene, ebenso die langsam aufkeimenden Gefühle und Wünsche von Shannon und Cole. Emotional authentisch und einfühlsam. Einfühlsam v.a. in Bezug auf die dramatischen Ereignisse und Konsequenzen, weswegen Shannon die Flucht nach vorne anstrebte, ohne das Erlebte komplett aufzuarbeiten.


Der Roman ist auch hier wieder in sich abgeschlossen und könnte problemlos ohne die Vorgänger gelesen werden. Jedoch um die Hintergründe für den enormen Familienzusammenhalt und um die einzelnen Personen und deren Rollen untereinander besser verstehen zu können, ist es ratsam die Bücher chronologisch nach deren Erscheinungstermin zu lesen.

Abschließend ist zu sagen, dass Samantha Young auch hier wieder ein Meisterwerk gelungen ist: emotional, sinnlich, authentisch und realistisch … Lesevergnügen garantiert.

Suzannah und der Bodyguard von Norah Wilson















Inhalt:

Strafverteidigerin Suzannah Phelps ist bekannt dafür, Polizisten im Zeugenstand in die Mangel zu nehmen, womit sie sich im Police Department von Fredericton nicht gerade beliebt macht. Als sie selbst Opfer seines Stalkers wird, zögert sie daher auch, sich an die Polizei zu wenden, da sie sich nicht sicher ist, ob nicht einer von ihnen dahinter steckt.

Als Detective John Quigley durch Zufall davon erfährt, fasst er den Entschluss, persönlich dafür zu sorgen, dass der attraktiven Anwältin nichts passiert. Schon seit Jahren fühlt er sich zu der kühlen Blondine hingezogen und träumt davon, ihre Leidenschaft zu entfachen. Ein weiterer Anschlag liefert ihm den perfekten Vorwand, sich als Suzannahs Freund auszugeben. Aber je näher sich die beiden kommen, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Täuschung und Wirklichkeit, und die beiden verstricken sich in ein gefährliches Spiel mit dem Feuer …
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Bereits nach wenigen Zeilen zeiht die Autorin Norah Wilson den Leser mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil in ihren Bann. Der Plot ist auch hier wieder sehr gut durchdacht und in sich stimmig. Dabei werden von Norah Wilson Spannung, Dramatik und Aktion aber auch Erotik und wahre Gefühle verarbeitet. Auch wenn der gesamte Plot sich hauptsächlich um die taffe Strafverteidigerin Suzannah und den Detective John und ihre verdrängten Gefühle dreht, beinhaltet er ein ernstzunehmendes Problem: Stalking. Dabei legt uns die Autorin einfühlsam und realistisch die Gedanken, Gefühle und Ängste von Betroffenen näher.

Was tun in solch einer Situation? Noch dazu, wenn man befürchtet durch Eingestehen von Unsicherheit und Angst Schwäche zu zeige, welche auf mehreren Ebenen – beruflich und gesellschaftlich – negative Auswirkungen nach sich ziehen könnte?!

Aber auch der innere Kampf der beiden sympathischen Protagonisten bezüglich ihrer Gefühle beschreibt die Autorin plausibel und nachvollziehbar. Neben dem gut platzierten Spannungsaufbau, kommt die knisternde Erotik dabei nicht zu kurz. Die Gefühle, aber auch die expliziten Liebesszenen erscheinen authentisch und sinnlich.

Durch die wechselnde personalisierte Erzählperspektive wird der Leser auch emotional an den Erotik-Thriller gebunden, so dass ein Weglegen des Romans schwer fällt. Ein überaus gelungener 1. Teil der Serve & Protect Series.

Das Buch, sowie seine Handlung ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen Teilen der Serie gelesen werden.


Vielen Dank an die AgenturLibelli für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Gefangen zwischen zwei Männern von Jana Feuerbach















Inhalt:

Seit Lou die Flucht vor ihrem gefährlichen Exfreund gelang, stürzt sie sich Woche für Woche in neue Abenteuer. Nie wieder soll jemand ihr Herz berühren. Schon gar nicht der sympathische Ryan, der mit ihr an den See fährt und ihr Milchkaffee auf die Arbeit bringt.

Ryan ist fasziniert von der warmherzigen Persönlichkeit hinter Lous harter Fassade und umwirbt sie geduldig. Er ahnt nicht, wie sehr Lous Exfreund sie immer noch unter Druck setzt.
(Quelle: Bookshouse Verlag)



Beurteilung:

Was tun, wenn einen die Vergangenheit nicht los lässt? Wenn die Schatten der Vergangenheit einen immer wieder einholen? Wenn die Seele so verletzt ist, dass man seine Umwelt ausgrenzt… Kann eine „neue“ Liebe helfen das Negative hinter sich zu lassen?

Der Plot und auch die Handlungen weisen sehr interessante Züge auf. Jedoch konnte ich mich mit den Hauptfiguren nicht identifizieren, was unter anderem an dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil der Autorin lag. Die Geschichte wird in personalisierter Erzählperspektive, aus der Sicht von Louise, wiedergegeben.

Gut wurde die innere Zerrissenheit und Traumatisierung Louises herausgearbeitet und versucht emotional darzustellen. Mir jedoch fehlte der endgültige Zugang zu der Hauptfigur. Ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um eine gespaltene Persönlichkeit handelt: auf der einen Seite eine Jägerin, die ihre sexuelle Begierde auslebt, und auf der anderen Seite eine unsichere, introvertierte Kindergärtnerin, die sich vor der Welt versteckt und außer ihrem besten Freund niemand in die Wohnung lässt – und selbst dort sich nur mit einer Waffe sicher fühlt …

Mir ging die Entwicklung zwischen Lou und Ryan etwas zu schnell, d.h. die Sprünge und zwischenmenschlichen Fortschritte waren zu groß und teilweise nicht ganz nachvollziehbar, wenn man die Hintergrundinformationen zu der Hauptfigur mit berücksichtigt.

Ein schwieriges und sensibles Thema an das sich die Autorin hier gewagt hat. Positiv fand ich, dass Lou es aus eigener Kraft geschafft hat aus dem Teufelskreis auszubrechen, die Bewältigung ihrer Vergangenheit anzustreben und neuen Personen Platz in ihrem Leben einzuräumen – natürlich immer mit dem Sicherheitsnetz in Form ihres besten Freundes.

Zusammenfassend möchte ich bemerken, dass sich durchaus Potenzial der Autorin erkennen lässt, die Umsetzung letztendlich mich persönlich nicht ganz überzeugte. Jana Feuerbach behandelte hier eine sehr sensible und schwierige Thematik.


Vielen Dank dem Bookshouse Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Dienstag, 20. Januar 2015

Buchverliebt von Elena MacKenzie















Inhalt:

Die Autorin Jenna Summers zieht für eine Recherche ihres neuen Romans auf die kleine Insel Fair. Eigentlich sollte sie dort in aller Ruhe an ihrem neuen Liebesroman arbeiten. Doch nachdem ihr Verlobter sie kurz vor der Hochzeit mit ihrer Freundin betrogen hat, ist ihr die Lust auf Liebesromane vergangen. Sie beschließt, ihr nächstes Projekt dem Beweis zu widmen, dass alle Männer gleich sind. Dieser Entschluss festigt sich noch, als sie auf den Gastgeber Kieran McDougal trifft und dieser sich schon an ihrem ersten Abend auf Sumburgh Castle von seiner schlechtesten Seite zeigt. Doch da hat sie nicht mit dem Schotten und Schlossherren gerechnet, der ihr für die Zeit ihrer Recherche Unterkunft bietet. Kieran McDougal ist eben doch ganz anders als andere Männer. Während ihrer Recherche trifft sie auf eine unglückliche Liebe und eine Tradition, der nicht nur sie selbst zum Opfer fällt, sondern auch ein Paar aus einer längst vergangenen Zeit. Und Kieran McDougal ist es, der sie wissentlich zum Opfer dieser Tradition macht.
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Was tun, wenn plötzlich das ganze Leben und die Zukunft „Kopf steht“? Wenn die Flucht nach vorne in einem Gefühlschaos endet und eine alte Tradition einem zum eigenen Glück „zwingt“?

Erneut ist es Elena MacKenzie gelungen den Leser durch ihren flüssigen, authentischen und sehr angenehmen Schreibstil an ihren Roman zu binden. Der Plot ist sehr gut durchdacht und in sich stimmig, ebenso werden die Emotionen und Gedanken der beiden Hauptprotagonisten sehr gut wiedergespiegelt.

Eine Liebesgeschichte, die schöner nicht sein könnte und den Leser zum Träumen einlädt. Eine Liebe, die sich langsam aber stetig entwickelt, und alle Versuche, sich gegen die eigenen Gefühle zu wehren scheitern. Dennoch müssen einige Hindernisse noch umschifft und/oder überwunden werden – denn beide tragen ihr Päckchen beziehungstechnisch… Und dann ist da noch die Sache mit dieser alten Tradition… Wird Jenna es schaffen sich ihren Ängsten und Zweifeln zu stellen um glücklich zu werden? Und welches Geheimnis verbirgt sich hinter der geheimnisvollen „Insel-Spuk-Geschichte“ in Wahrheit?

Eingebettet wird das Ganze in die traumhafte Kulisse der Fair Insel. Durch ihre plastische Wortwahl entführt uns Elena MacKenzie auf diese Insel, bringt uns die Einwohner und ihre alten Traditionen näher.

Die expliziten Liebesszenen werden sehr geschmackvoll und sinnlich dargestellt, ebenso erscheinen diese und die Liebesbekundungen sehr authentisch und realistisch. Die erotische Anziehungskraft zwischen den beiden Protas ist mehr als greifbar. Gleichzeitig wird man so in das Gefühlsleben der Beiden integriert, dass man mit ihnen lacht, hofft, leidet und liebt.


Zusammenfassend ist zu bemerken, dass die Geschichte um Jenna und Kieran ist sehr gelungen, fesselnd und erotisch ist. Sie lädt zum Träumen ein, beinhaltet genügend Freiraum für das eigene Kopfkino und entführt den Leser zeitgleich auf die traumhafte Fair Insel. Sowohl die Protgonisten werden authentisch, als auch ihre Gefühle und Gedanken realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Wieder ein sehr gelungener Liebesroman aus der Feder von Elena MacKenzie.

Nita und der Cop von Norah Wilson















Inhalt:

Zwischen Nita Reynolds und Cop Craig Walker knistert es schon eine ganze Weile, doch eine Beziehung zwischen Rechtsanwältin und  Polizist scheint ihr keine gute Idee zu sein. Als sie aber nach einem Anruf ihres Arztes glauben muss, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, wirft sie alle Vorbehalte über Bord und geht aufs Ganze …
(Klappentext)


Beurteilung:

Norah Wilson beschreibt in ihrer Liebesnovelle die taffe Strafverteidigerin Nita Reynolds, die nach einer niederschmetternden Diagnose ihr Leben und ihre aufgestellten Regeln in Frage stellt. Hat sie überhaupt richtig gelebt? Weshalb sie auch über ihren Schatten springt und den smarten Cop Craig Walker um ein Date bittet. Was sich allerdings daraus entwickelt, v.a. nach einer wunderbaren Nacht, mit dem hat sie nicht gerechnet… Es müssen noch einige Höhen und Tiefen umschifft werden…

Die knapp 64 Seiten der Liebesnovelle sind im Nu gelesen. Der Plot ist in sich stimmig und nachvollziehbar, ebenso die Gedanken und Ängste der Hauptprotagonistin. Der angenehme und flüssige Schreibstil der Autorin Norah Wilson begünstigt dies ungemein, ebenso ihr Einfühlvermögen in das Gefühlschaos von Nita Reynolds.

Beide Hauptfiguren stehen mit beiden Beinen im Leben und sind sich der Konsequenzen ihres Handelns und ihrer Gefühle im Klaren. Dabei ermöglicht uns die Autorin durch ihre personelle Erzählperspektive auch in die Gedankengänge und Gefühlsregungen der beiden sympathischen Protagonisten einzutauchen.

Die expliziten Liebesszenen werden geschmackvoll und sinnlich dargestellt, ebenso die erotische Spannung zwischen den Beiden.

Eine gelungene Liebesnovelle, die Lust auf Mehr macht und somit ein hervorragender Auftakt für die „Serve and Protect Series“ von Norah Wilson.


Vielen Dank an die AgenturLibelli für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Montag, 19. Januar 2015

Verloren ohne dich - Jana Martens














Inhalt:

Lucas wird nach dem tödlichen Autounfall seiner Eltern von der Familie Patton adoptiert, doch Liebe und Anerkennung bleiben für ihn Fremdwörter. Inzwischen ist er achtzehn Jahre alt und wird als kostenlose Arbeitskraft missbraucht. Sein Adoptivvater schlägt ihn grundlos, seine Adoptivmutter schikaniert ihn, wo sie nur kann. Eines Tages tritt der freche Nachbarssohn Ben in sein Leben und Lucas` Welt steht plötzlich Kopf. Die beiden werden Freunde und endlich scheint sein trostloses Dasein einen Sinn zu ergeben. Ben zeigt Lucas, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, vor allem aber, was Freundschaft wirklich bedeutet. Unerwartet spielen ihre Gefühle füreinander verrückt und sie verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Eine zarte und gleichsam leidenschaftliche Liebe entbrennt, doch sie wird durch ein Netz aus Lügen auf eine harte Probe gestellt.
(Klappentext)



Beurteilung:

Was tun, wenn man niemanden auf der Welt hat und immer auf der Hut sein muss? Wenn Gewalt, Misshandlungen und Angst das Leben dominieren? Ist es dann überhaupt möglich sich zu öffnen und Dinge zu zulassen, die tief im inneren Verborgen liegen? Oder öffnet man damit unwissentlich die „Dose der Pandora“ und das eigenen Leben ist nicht mehr sicher?

Jana Martens überraschet mich komplett mit diesem Buch – POSITIV. Dazu muss ich gestehen, dass es mein erster Gay-Romance Roman war.

Die Autorin besticht mit einem sehr fesselnden, flüssigen und angenehmen Schreibstil. Innerhalb weniger Zeilen bindet sie den Leser bereits komplett an den Plot, an die Protagonisten und die Gefühle. An Spannung und Gefühlen ist dieser Roman nicht zu übertreffen! Bei mir stellte sich regelrechte eine Lesesucht ein, um endlich hinter alle Geheimnisse zu kommen, aber auch um zu sehen, was wahre und ehrliche Gefühle für Auswirkungen haben können.

Was mit einer zarten Liebesgeschichte, dem Wahrnehmen und Eingestehen der eigenen unbekannten Gefühle beginnt, entwickelt sich im Laufe des Buches zu einem wahren (Gefühls-)Krimi!

Das große Hauptthema dieses Romans ist ohne Frage die langsam entstehende Liebesgeschichte zwischen Ben und Lucas. Jedoch beinhaltete „Verloren ohne dich“  auch sehr ernste Themen wie Entführung, häusliche Gewalt und zu guter Letzt auch das Eingestehen seiner sexuellen Orientierung. Dabei werden sehr anschaulich und einfühlsam die Gefühle, die Zweifel aber auch die Hoffnungen die so ein Outing mit sich bringen behandelt und dargestellt.

Die wechselnde, personelle Erzählperspektive zwischen Lucas und Ben veranschaulicht dem Leser sowohl die tiefen Gefühle, als auch die Gedanken, Ängste und Hoffnungen der beiden sympathischen Protagonisten. Ferner kann der Leser dadurch sich komplett mit den Protagonisten identifizieren, mit ihnen lachen, leiden, lieben und hoffen.

Die beiden sympathischen Hauptakteure könnten unterschiedlicher nicht sein: auf der einen Seite ein introvertierte Lucas, dessen Leben von Misshandlungen und Gewalt dominiert wird, und auf der anderen Seite der selbstbewusste Ben, der durch seinen Beruf im Rampenlicht steht. … Liebe kennt kein reich-arm, gebildet-ungebildet, in-out … Liebe kann alle Hürden überwinden …

Die explizite Liebesszene wurde sehr authentisch, sinnlich und geschmackvoll dargestellt. In keinster Weise erschien sie anrüchig oder geschmacklos. Im Gegenteil: sie stand ebenso wie die aufrichtigen Liebesbekundungen der Protagonisten für echte, tiefe Gefühle – die dadurch dem Leser noch näher gebracht wurden.

Das Cover, bestehend aus zwei Männern jeweils nur in Jeanshose und nacktem Oberkörper, weist bereits auf das Genre Gay hin. Sinnlich, sexy und ansprechend.

Intrigen, Neid und Missgunst kombiniert mit Spannung, Liebe und Vertrauen sind die Schlagworte, die einem nach Beendigung dieser geschätzten 293 Seiten einfallen.

Vielen Dank Jana Martens für dieses wunderbare Rezensionsexemplar. 

Freitag, 9. Januar 2015

Brennende Begierde von Inka Loreen Minden

















Inhalt:

Miranda besucht jede Woche Lord Luciens Darkmore auf seinem Schloss, um sich dem mysteriösen Mann zu unterwerfen. Die Dorfbewohner meiden ihn, denn es heißt, er sei verflucht und sein Gesicht nach einem Unfall entstellt. Deshalb trägt er eine Maske.

Miranda darf ihn nie ansehen, ihn nicht küssen und nur berühren, wenn er es befiehlt. Langsam schafft sie es, den kalten Schlossherren aufzutauchen – bis ihr ein gravierender Fehler passiert …
(Quelle Amazon)



Beurteilung:

Ist es möglich sich in jemanden so Mystisches zu verlieben? Dem man sich zwar auf sexueller Basis komplett unterwirft, sich emotional ihm aber nicht nähern darf? Ist dies wirklich Liebe und kann dies überhaupt eine Zukunft haben? Oder zerstört ein kurzer, unbedachter Moment das Vertrauen und die „Nähe“?

In gewohnten flüssigen und harmonischen Schreibstil beschreibt Inka Loreen Minden die langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen dem geheimnisvollen Lord und Miranda.


Kurzum eine sehr gelungene erotische Auslegung und Neuerzählung von „Die Schöne und das Biest“. Sinnlich, erotisch und authentisch in einen schönen Plot verpackt, der zeitgleich zum Träumen einlädt, aber auch das eigene Kopfkino bedient. Dabei werden auch SM-Elemente integriert, so findet man u.a. Dominanz und Unterwerfung, aber auch Liebe in dieser angenehmen Kurzgeschichte wieder.

Planschbecken mit Folgen von Lene Sommer















Inhalt:

Leicht angeheitert liegt Mia abends in einem Planschbecken und lässt ihren Feierabend mit einer kleinen Selbstverwöhnung ausklingen. Wenn sie nur wüsste, dass sie beobachtet wird.
Wiedersehen macht Freude. Mia lernt peinlicherweise ihren Zuschauer kennen.

Eine aufregende, turbulente Erotikgeschichte.

Ob diese mit einem Happy-End ausgeht?

Das erfahren Sie liebe Leserinnen und Leser nur, indem sie Lene Sommer`s Geschichte bis zum Ende lesen.



Beurteilung:


Humorvoll, witzig und locker beschreibt die Autorin in ihrer Kurzgeschichte das erste „Zusammentreffen“ von Mia und Mark. Doch wie auch im echten Leben, hält das Leben noch einige Missverständnisse und Hindernisse für die beiden bereit.

Durch die wechselnde Erzählperspektive zwischen den beiden Hauptprotagonisten ermöglicht es Lene Sommer den Leser sowohl in die Gedankenwelt von Mia und Mark, als auch in Handlung der Geschichte  zu integrieren und zu fesseln.

Dabei kommen die beiden Hautdarsteller sehr sympathisch und authentisch rüber, mit all ihren Ecken und Kanten, aber auch ihrer Vergangenheit… Wie im realen Leben…

Viel zu schnell, da leider nur ca. 70 Seiten, ist die Kurzgeschichte auch schon gelesen. Ein Weglegen des Buches zwischendrin ist nicht möglich, da der Leser innerhalb weniger Zeilen an den Plot durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil gebunden und gefesselt wird.

Die Erotik kommt in dieser Kurzgeschichte dennoch nicht zu kurz. Die von Beginn an vorherrschende knisternde Erotik und Anziehungskraft zwischen Mia und Mark „springt“ den Leser förmlich an und wird ebenso wie die expliziten Liebesbekundungen, sowie  Liebesszenen sinnlich, geschmackvoll und authentisch dargestellt.


Vielen Dank an Lene Sommer für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Hot Dogs zum Frühstück von Elke Becker















Inhalt :

Romana hat die Nase gestrichen voll. Seit geraumer Zeit verhält sich ihr Mann eigenartig und eröffnet ihr unverhofft, dass er sich in ihrer Ehe eingeengt fühlt. Er vermisst seine Freiheit. Die kann er haben, denkt sich Romana und stützt sich Hals über Kopf in ein Abenteuer: Sie will mit einem alten VW-Bus die berühmte Route 66 befahren.

Unterwegs schließen sich ihr Damaris, Hanna und Adelheid an. Auch sie verbinden ihre ganz persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Träume mit der Reise.

Vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ein VW-Bus, und die Suche nach dem großen Glück.

Ein Roadtrip um Selbstfindung, Liebe, Sehnsucht und die Lust am Leben, eingebettet in die einzigartige Landschaft der Route 66.




Beurteilung:

Sehr überrascht war ich, als die Autorin anfragte, ob ich ihren neuen Roman „Hot Dogs zum Frühstück“ rezensieren wolle. Aus Neugier wurde Überraschung und aus Überraschung Dankbarkeit. Ich bin der Autorin Elke Becker überaus dankbar, dass sie mir die Gelegenheit gab, dieses überragende und sehr emotionale Werk zu lesen! So viel vorne weg: es ging mir unter die Haut, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Was tun, wenn man plötzlich vor einem „Lebens-Scherbenhaufen“ steht? Kann eine Flucht nach vorne überhaupt gelingen? Kann ein Wagnis ins Abenteuer gleichzeitig ein Weg zurück zu sich selbst und in eine glückliche Zukunft sein? Doch was bedeutet überhaupt Glück? …

Ein bunt zusammengewürfelter „Haufen“ Frauen macht sich auf, die Route 66 zu befahren. Jede von sich benutzt diesen Roadtrip entweder um vor ihrem Umfeld Abstand zu gewinnen, zu sich selbst zu finden, das Leben zu genießen oder um ein Versprechen einzulösen.

Mit einem flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil fesselt einen die Autorin Elke Becker innerhalb weniger Zeilen bereits an ihren Roman. Trifft man doch auch Probleme, die die Frauen beschäftigen, die jeder von uns in der einen oder anderen Weise selbst schon einmal erlebt hat. Und sei es nur das Infrage stellen des Seins und der Zukunft.

Häppchenweise verpackt die Autorin geschickt die Geschichten und Hintergründe der einzelnen Mitreisenden, womit die Handlung nie langweilig wird. Im Gegenteil, durch diese Vorgehensweise erweckt sie beim Leser Neugier und den Drang schnell weiter zu lesen, um noch mehr über das Verhalten oder Geheimniskrämereien der Damen zu erfahren.

Gleichzeitig zu den authentischen Beschreibungen einzelner Stationen auf der Route 66, integriert Elke Becker noch eine Liebesgeschichte.

Humor aber auch Ernsthaftigkeit werden in diesem Werk verbunden, ebenso wie Liebe, Sehnsüchte und Selbstfindung. Erscheint der Roman zu Beginn noch sehr humorvoll und locker, regt er den Leser im Laufe der Handlung mehr und mehr zum Nachdenken und in-sich-gehen an. Emotional gelingt es der Autorin hervorragend den Leser zu fangen und in die Handlung zu integrieren. Ist man wirklich „nur“ Leser, oder sitzt man nicht doch mit im Bus und erlebt alles hautnah mit?

Das Cover wurde mehr als passend zum Roman gewählt: ein weiß-grüner VW-Bus mit zwei (der vier) Reisenden, die relaxt vor dem Bus im Schatten liegen und relaxen - erinnert zugleich an eine Szene im Roman… - und symbolisiert aber auch den Traum von Freiheit.
„Hot Dogs zum Frühstück“ ist nicht nur der Titel, sondern steht gleichzeitig dafür, auch einmal was Ungewöhnliches zu versuchen oder einfach mal die Konventionen hinter sich zu lassen, auszubrechen und sein Glück selbst in die Hand zu nehmen.


Vielen Dank, Elke Becker, für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.

Sonntag, 4. Januar 2015

Unerwartete Lust: Zwischen Liebe und Lust von Don Ramirez















Inhalt:


Don Ramirez, ein Mann, der die Frauen liebt. Er erzählt in seinem ersten Buch darüber, wie er seine erste große Liebe trifft und erinnert sich daran, welche wilden Abenteuer und auch schmerzhaften Erlebnissen er auf dem Weg zu einer aufregenden Beziehung erlebte.
(Klappentext)




Beurteilung:


Zugegebener Massen war ich zu Beginn sehr skeptisch, wie man seine sexuellen Erlebnisse interessant in einen Roman einbinden kann. Weswegen ich sehr neugierig war, nach der Rezensionsanfrage des Autors. Und ich wurde positiv überrascht. Das Grundgerüst bildet die Erzählung über die erste große Liebe von Don Ramirez, mit all seinen Höhen und Tiefen, die eine junge Fernbeziehung so mit sich bringt. Eingebettet in dieses Grundgerüst erzählt uns der Autor in Form von Flashbacks, hervorgerufen durch Gegebenheiten, Gegenständen, etc, seine sexuellen Eskapaden mit wechselnden Frauenbekanntschaften.

Durch den flüssigen, humorvollen und ansprechenden Schreibstil gelingt es Don Ramirez den Leser unmittelbar in die Geschichte zu ziehen und an diese zu binden.

Äußerst authentisch und plausibel beschreibt er dabei seine Gedanken, seine Gefühle und seine Hoffnungen. Die einen werden mehr, die anderen weniger erfüllt.

Die einzelnen expliziten Liebesszenen werden sinnlich, authentisch, liebevoll und sehr erotisch dargestellt. Jede eingebundene Erzählung ist für sich heiß und hocherotisch. Sehr glaubwürdig beschreibt er dabei auch seine Unsicherheiten in Bezug auf einzelne Praktiken, aber auch seiner Neugier auf Neues. Dass dabei auch das ein oder andere nicht so läuft, wie geplant, lässt seinen Roman noch realistischer und „menschlicher“ wirken.

Dabei stellt er sich nicht ausschließlich als den „großen“ Verführer dar, sondern berichtete auch von Gegebenheiten, in denen er der sexuellen Dominanz einzelner Damen mehr oder weniger ausgeliefert ist, oder auch Gegebenheiten, bei denen er mehr Gefühle investiert, um dann erkennen zu müssen, dass diese nur einseitiger Natur sind. Zwischen Liebe und Lust als Untertitel wurde aus meiner Sicht deshalb mehr als passend gewählt.

Bereits an der Covergestaltung kann man das Genre Erotik ableiten: sexy, heiß und ansprechend.

Abschließend möchte ich sagen, dass es ein sehr gelungener erotischer Roman aus der Feder eines männlichen Autors ist, der mich fesselte, neugierig machte, aber teilweise auch verblüfte. Tiefe Gefühle, oberflächliche Bekanntschaften und Affären, aber auch Enttäuschungen und Träume werden in diesem Roman behandelt. Alles Themen aus dem wirklichen Leben.


Vielen Dank Don Ramirez für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.